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Risikoschutz für Familien unverzichtbar
Wer für Partner und Kinder zu sorgen hat, der sollte auf eine Risikolebensversicherung nicht verzichten. Die gesetzliche Hinterbliebenenrente reicht nicht aus. Nur wer sich auch privat absichert, kann sich im Ernstfall auf eine ausreichende Versorgung der Hinterbliebenen verlassen. Und Risikoschutz muss nicht teuer sein.
Wer hat Anspruch auf welche gesetzlichen Leistungen? Fragen und Antworten
Eine private Risikolebensversicherung ist für jeden unverzichtbar, der mit Partner oder Familie zusammenlebt. Der Tod eines Partners oder Elternteils führt schnell zu einem finanziellen Ungleichgewicht, das die gesetzlichen Leistungen nicht ausgleichen können.
So erhielt im Jahr 2008 eine 40-jährige Witwe eine durchschnittliche Hinterbliebenenrente von ca. 375 Euro, eine 30-jährige Witwe sogar nur rund 340 Euro1. Gegenüber dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Höhe von rund 3.100 Euro2 wird die entstandene Lücke im Haushaltseinkommen mehr als deutlich. ''Ihren gewohnten Lebensstandard können viele Familien mit den gesetzlichen Leistungen keinesfalls beibehalten'', gibt Norbert Ras, Geschäftsführer der Legal & General Deutschland Service-GmbH, zu bedenken.
Gesetzliche Absicherung versagt bei jungen Menschen
Wie wichtig die finanzielle Absicherung der Angehörigen ist, zeigt sich in der Altersgruppe der 20- bis 45-Jährigen, in der häufig Kinder zu versorgen sind. Viele Hinterbliebene haben keine oder nur sehr geringe Rentenansprüche. Nur 75 Prozent der Angehörigen von Verstorbenen aus dieser Altersgruppe erhalten überhaupt Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe dieser gesetzlichen Hinterbliebenenrente ist in der Regel völlig unzureichend: Sie beträgt nur rund 370 Euro3 pro Monat. Dafür sorgen vorgeschriebene Wartezeiten und die Abhängigkeit der Rente von den Erwerbszeiten des Verstorbenen. Die verbleibenden 25 Prozent der Angehörigen von Verstorbenen erhalten keine gesetzlichen Hinterbliebenenrenten.
Beide Partner absichern
Siehe hierzu den Beitrag: Mütter im Wert ihrer Arbeit unterschätzt
Dass Hinterbliebenenversorgung in erster Linie den Tod des Verdieners im Blick hat, ist offensichtlich. Aber gerade junge Familien bedenken oft nicht die finanziellen Folgen, wenn plötzlich der erziehende Elternteil verstirbt. Der Familie fehlen dann so wichtige Leistungen wie Haushaltsführung, Kindererziehung und eventuell das zweite Einkommen. Leistungen, deren Ersatz die Summe von mehreren Hundert Euro im Monat leicht übersteigen kann. Norbert Ras empfiehlt daher: ''Partner sollten sich gegenseitig absichern, sodass in jeder Situation für ein ausreichendes Familieneinkommen gesorgt ist.''
Besonders Familien, die eine Immobilie finanziert haben, sollten darauf achten, auch ihre finanziellen Verpflichtungen ausreichend abzusichern. Die Risikolebensversicherung ist hier ein geeigneter Weg, um den Erhalt des Eigenheims für die Familie zu sichern. Denn schnell können sich die finanziellen Verpflichtungen beim Ausfall eines Versorgers in der Familie zu einem nicht mehr überschaubaren Schuldenberg anhäufen.
Versicherungssummen oft zu gering
Risikolebensversicherung
Die Höhe der Versicherungssumme und die Dauer der Laufzeit muss für jeden Fall individuell festgelegt werden. Die durchschnittliche Versicherungssumme bei Todesfallpolicen beträgt nicht einmal 25.000 Euro³. Das reicht in keinem Fall aus! Eine Faustregel besagt: Als Versicherungssumme ist mindestens das Fünffache des Jahreseinkommens zuzüglich vorhandener Verbindlichkeiten anzusetzen. ''Gerade junge Familien mit kleinen Kindern sollten berücksichtigen, dass der verbleibende Elternteil für eine gewisse Zeit nur bedingt berufstätig sein kann. Die finanzielle Versorgung der Kinder sollte auf jeden Fall bis zum Ende der Ausbildung oder des Studiums abgesichert werden'', sagt Norbert Ras.
Einige Hinweise zur Bedarfsermittlung bei Risikolebensversicherungen sowie Beispiele, die verdeutlichen sollen, mit welchen Zahlungsströmen bei Anlage einer Versicherungssumme zu rechnen ist, haben wir auf der Seite Risikolebensversicherung – Bedarf ermitteln zusammengestellt.
Risikoschutz muss nicht teuer sein!
Eine private Risikolebensversicherung ist günstiger als gemeinhin angenommen. So zahlt ein 30-jähriger Nichtraucher, der seine Familie über eine Laufzeit von 25 Jahren mit einer Risikolebensversicherung über 150.000 Euro absichern möchte, bei Legal & General einen Jahresbeitrag von derzeit lediglich 139 Euro (Raucher: 228 Euro). Bei gleichen Annahmen zahlt eine Frau als Nichtraucherin einen jährlichen Zahlbeitrag von 134 Euro (Raucherin: 198 Euro). Beträge, die jedem die Absicherung seines Partners und seiner Familie wert sein sollten.
Hinweise und Quellenangaben
Bei den Ausführungen handelt es sich lediglich um allgemeine Angaben, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir keine Haftung übernehmen. Weitere Informationen zum Thema Hinterbliebenenrente sind über die Deutsche Rentenversicherung Bund unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de erhältlich. Stand: 05/2010
1 Deutsche Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung-bund.de)
2 Durchschnittlicher Bruttoarbeitsverdienst eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland: 2008 = 3.103 EUR; 2009 = 3.141 EUR (Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de)
3 map-report special „Gescheiterte Familienversorgung“, 2006